Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. ALLGEMEIN

1.1 Einweisung

Zu Beginn der Übergabe erfolgt durch den Vermieter (Vercharterer) im Beisein des Mieters (Charterer) eine technische Überprüfung des zu übergebenen Bootes sowie der dazugehörigen Ausrüstungs- und Zubehörteile. Diese beinhaltet alle hierfür notwendigen und erforderlichen Kontrollen sowie Einweisungen, welche im Anschluss sowie vor Fahrtantritt in einem zu unterzeichnenden Protokoll schriftlich quittiert werden müssen.

1.2 Weitere Gegenstände der Einweisung und Einsicht in gesetzliche Verordnungen:

1.2.1. eine Probefahrt, gilt auch für Inhaber von Bootsscheinen oder ähnlichem, vor Fahrtbeginn

1.2.2. Verhalten auf Wasserstraßen im Sinne der Binnenschifffahrtsstraßenordnung (BinSchStrO) mit den dazugehörigen Binnenschifffahrtszeichen. Das Führen der Boote ist somit ausschließlich auf den gekennzeichneten Wasserstraßen erlaubt, als Orientierung dienen hierzu die roten und grünen Bojen. Die gelben Bojen markieren sogenannte Flachwasserbereiche und sind, zur Vermeidung von Schäden am Unterwasserboot und Motor, zu meiden. Beim Verlassen der gekennzeichneten Wasserstraße ist demnach dieser Bereich lediglich mit geringer Geschwindigkeit zu befahren und hierbei die regelmäßige Überprüfung des Wassertiefe von mindestens 1 (einem) Meter mittels Bootshaken oder Anker notwendig.

1.2.3. Das Befahren von Wassertiefen unter 1 (einem) Meter mit Motorbooten ist ausdrücklich verboten.

1.2.4. Geschwindigkeitsbeschränkungen für Motorboote von in der Regel 9 km/h beachten.

1.2.5. Einhaltung der Sportvermietungsverordnung und deren Sicherheitshinweisen (Bootsmappe).

1.2.6. Der Bootsführer unterliegt dem absoluten Alkohol- und Drogenverbot.

1.2.7. Bei Mietbeginn ist dem Vercharterer die für die Mietdauer anwesende Personenzahl mitzuteilen.

1.2.8. Die Mitnahme von Tieren ist grundsätzlich untersagt.

1.2.9. Die Vermietung erfolgt ausschließlich an volljährige Personen ab 18 Jahre gegen Vorlage eines gültigen Ausweisdokumentes mit Passbild und unterliegen der objektiven Fahrtauglichkeit in physischer (Alkohol/Drogen) Hinsicht sowie psychischer Eignung. Die Entscheidung hierfür obliegt dem Vermieter.

1.2.10. Den Anweisungen des Bootspersonals ist auf dem Betriebsgelände und den Booten Folge zu leisten, ferner ist das Baden dort nicht gestattet. Eltern/Aufsichtspersonen haben ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen und sind vollumfänglich für die Sicherheit und das Verhalten ihrer anvertrauten Personen verantwortlich.

1.2.11. Der Aufenthalt mit Schuhwerk auf den Booten ist untersagt, diese sind grundsätzlich vor dem Besteigen des Bootes abzulegen.

1.2.12. Die Benutzung der Mietsachen erfolgt auf eigene Gefahr. Für Kinder unter 8 Jahren sowie Nichtschwimmer ist das Tragen einer geeigneten Schwimmweste Pflicht. Diese können an der Mietstation geliehen werden.

1.2.13. Die zulässige Personenzahl der Boot darf NICHT überschritten werden.

1.2.14. Das Verschmutzen des Wassers oder der Uferbereiche/Stege durch Müll und Abfälle ist tunlichst zu unterlassen.

1.2.15. Der Mieter verpflichtet sich die Verhaltensmaßregeln zu beachten und Folge zu leisten. Diese liegen an der Mietstation aus und befinden sich auch in den Booten.

2. ÜBERGABE / AUSGABE

2.1. Es gelten die aktuellen Mietpreise und mit den damit verbundenen Mindestleihzeiten, die an der Mietstation ausliegen.

2.2. Die Mietzeit (Charterzeit) des Bootes beginnt grundsätzlich zu der vereinbarten Abfahrzeit. Dieses beinhaltet das rechtzeitige Erscheinen am Bootssteg bzw. beim Vercharterer, da die notwendige Einweisung und Überprüfung gemäß Punkt 1.1. Bestandteil der Charterzeit ist. Hierzu gehört auch der damit verbundene Zeitaufwand des Charterers für die benötigte Einsteige- und Beladetätigkeit bei Abfahrt und Ankunft.

2.3. Das Betreten der Uferbereiche und Bootsstege sowie die Einsteige- und Aussteigevorgänge seitens des Charterers und seinen Begleitpersonen, erfolgen auf eigene Gefahr und deren Haftung und sind nur nach Aufforderung des Vermieters zu betreten. Hierbei ist zu erwähnen, dass die bauartbedingte Halterung an den Motorbooten (z.B. die Persenning an den Klappverdecken), nicht als Haltevorrichtung geeignet ist und somit zu Schäden führen kann (siehe Punkt 4.).

2.4. Zur Wahrung der Interessen des Vermieters wird vom Mieter eine Kaution, entsprechend dem jeweiligen Bootstyps, gemäß Preisliste hinterlegt.

3. RÜCKGABE

3.1. Das rechtzeitige Erscheinen zum Zeitpunkt der Rückgabe und den damit verbundenen Zeitaufwand durch den Charterer ist zu gewährleisten und Bestandteil der Mietzeit gemäß Punkt 2.1.. Ferner erfolgt die Überprüfung und der Rückgabe des Bootes zur Feststellung des ordnungsgemäß übergebenen Zustandes laut dem angefertigten Protokolls zur Übergabe bei Anmietung gemäß Punkt 1.1. im Beisein des Vercharterers.

3.2. Im Rahmen der Mietzeit festgestellte verborgene Mängel sind dem Vermieter unverzüglich zum Zeitpunkt der Feststellung mit der Gelegenheit zur Mängelbeseitigung mitzuteilen, ohne das der Charterer daraus weitere Ansprüche ableiten kann.

3.3. Eine vorzeitige Rückgabe, sowie Wetteränderung, Unfall oder Havarie berechtigen nicht zur Rückforderung oder Minderung des Mietpreises.

3.4. Verspätete Rückgabe

3.4.1. Eine zeitliche Überschreitung der vertraglich festgelegten Rückgabezeit geht zum Nachteil des Mieters (Charterer) über und ist mit einem finanziellen Ausgleich in Höhe von EUR 25,00 je angefangene halbe Stunde verbunden. Dem Vermieter sind durch den entstandenen Zeitverzug weitere damit in Verbindung stehende Kosten auszugleichen, wenn hierdurch bestehende Folgetermine, insbesondere Folgecharterer (Vermietungen), nicht durchgeführt werden können. Dieses beinhaltet auch dadurch entstandene und gesondert aufgebrachte Zusatzaufwendungen. Im Zuge der bestehenden Schadensreduzierung ist der Chartere angehalten, dem Vercharterer bei absehbarer zeitlicher Überschreitung rechtzeitig hiervon, sowie mit der voraussichtlichen Dauer der Verlängerung, zu unterrichten.

4. SCHÄDEN

4.1. Grundsätzlich hat der Charterer die in der Mietzeit des Bootes entstandenen Schäden und Verluste, verursachten Fremdschäden, Beschädigungen von Inventar oder Ausrüstungs- und Zubehörteile, höhere Gewalt (Sturm etc.) oder Unfälle, dem Vermieter unverzüglich bei der Rückgabe mitzuteilen. Erfolgt die Rückgabe des Bootes nicht mehr im ordnungsgemäßen Zustand des unter Punkt 1.1. erstellten Protokolls, ist der Vercharterer zu Beseitigung der entstandenen Mängel und Wiederherstellung des Ausgangszustandes gemäß Protokoll berechtigt. Der Mieter erhält zuvor die Möglichkeit auf Überprüfung und Beseitigung des Schadens ohne zeitlichen Verzug. Hieraus resultierend kann der Vercharterer zur Reduzierung und Vermeidung des zeitlichen Verzuges die zuvor bei der Vermietung hinterlegte Kaution des Charterers zur Mängelbeseitigung verrechnen, wenn dieser die Mängel nicht rechtzeitig überprüft und beseitigen werden kann. Bei den über die Kautionshöhe hinausgehenden Reparaturschäden, ist der Differenzbetrag dem Charterer in Rechnung zu stellen. Der Charterer unterliegt bei festgestellten Schäden, die durch andere Personen oder Sachen verursacht wurden, der konkreten Nachweispflicht hinsichtlich des Verursachers. Sollte der festgestellte Schaden bzw. die Instandsetzung bei objektiver Betrachtung nicht mehr möglich sein oder entgegen der Wirtschaftlichkeit stehen, dann ergibt sich dem Charterer gegenüber die Verpflichtung der Kostenübernahme für die Neubeschaffung der beschädigten Teile oder des Bootes. Mit dem vollständigen Kostenausgleich seitens des Charterers kann dieser seinen rechtlichen Anspruch auf die beschädigten Teile oder des defekten Bootes geltend machen.

4.2. Verschweigt der Mieter entgegen Punkt 4.1. die in der Mietzeit entstandenen Schäden und Verluste am Boot, verursachten Fremdschäden, Beschädigungen von Inventar oder Ausrüstungs- und Zubehörteilen, höhere Gewalt (Sturm etc.) oder Unfälle, bei der Rückgabe, dann ist der der Charterer im Zuge der nachträglichen Haftung nach Feststellung entsprechend dem Verursacherprinzip schadenersatzpflichtig.

4.3. Schwerwiegende Unfälle die einen Einsatz der Wasserschutzpolizei oder sonstigen behördlichen Einrichtungen des Schiffverkehrs zur Folge haben, sind dem Vercharterer bereits vom Ereignisort aus vorab mitzuteilen. Des Weiteren verpflichtet sich der Mieter zu Klärung des Sachverhaltes den Hergang schriftlich zu erläutern und eine Skizze anzufertigen.

4.4. Entstandene Verunreinigungen, die nach objektiver Betrachtung und den sogenannten allgemeinen Verhaltensweisen nach, als nicht tragbar eingestuft werden, sind seitens des Vercharterers mit einer gesonderten Reinigungsgebühr in Höhe von EUR 75,00 dem Charterer zu berechnen.

5. HAFTUNG

5.1. Grundsätzlich besteht die Haftung für alle Personen- und Sachschäden beim Charterer und beinhaltet den Zeitpunkt von Übernahme bis Rückgabe des Bootes, ferner obliegen ihm in diesem zeitlichen Rahmen alle notwendigen Sorgfalts- und Umgangspflichten des Vercharterers.

5.2. Bei grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachten Schäden haftet der Charterer, einschließlich der Bootsschäden, auch für eventuelle Folgeschäden (Sachverständiger, Verdienstausfall etc.).

5.3. Die Boote des Vercharterer sind, den gesetzlichen Bestimmungen nach, entsprechend mit einer Haftpflichtversicherung versichert, ferner besteht eine Kaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von EUR 500,00, die der Charterer im Schadensfall zu tragen hat.

5.4. Die Rückgabe des Mietgegenstandes beinhaltet auch die Haftung über die Beseitigung fremden Eigentums, die aus dem Mietzeitraum hervorgeht.

5.5. Der Vercharterer haftet nicht für Schäden an oder Verlust von persönlichem Eigentum.

6. BOOTSAUSFALL

6.1. Im Falle eines Bootsaufalles bestehen begründete Minderungsansprüche seitens des Charterers dann, wenn dieser dem Vercharterer rechtzeitig und ohne zeitlichen Verlust die konkreten Umstände hierüber mitteilt und diese beim Vercharterer als objektiv nachvollziehbar gelten. Im bestehenden Einzelfall hat der Charterer den zum Ausfall führenden Verursacher oder Sache nachvollziehbar nachzuweisen.

7. PFLICHTEN

7.1. Der Charterer hat dafür Sorge zu tragen, dass die vorhandenen Eigentumsnachweise, insbesondere der Bootsname sowie die Bootskennzeichen NICHT verdeckt, verändert oder entfernt werden.

7.2. Die Verpflichtung über das Führen des Bootes ergibt sich aus der vertraglichen Grundlage der bestehenden Mietverträge und ist entsprechend der Zweckbestimmung des Bootes durchzuführen. Anderweitige Benutzungen und übermäßige Nutzungen über diesen Rahmen hinaus, führen unweigerlich zu den in Punkt 4. ausgeführten Schadensersatzansprüchen.

7.3. Die in den Mietzeiträumen anfallenden Bußgeldverstöße, Ordnungswidrigkeiten oder andere behördliche Maßnahmen und Sanktionen, gehen zu Lasten des Charterers. Dieses betrifft auch nachträglich eingehende Verfahren, für die der Vercharterer eine pauschale Bearbeitungsgebühr in Höhe von EUR 25,00 erhebt.

7.4. Die Mitnahme und Feststellung von nicht angemeldeten Personen (siehe Punkt 1.2.6.) oder Tieren (siehe Punkt 1.2.7.) wird mit EUR 100,00 pauschal durch Vercharterer geltend gemacht.

7.5. Im Rahmen der bestehenden Nutzung durch den Charterer bestehen die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten zur Durchführung von Sicherheits- und Schutzmaßnahmen gegenüber des Mietgegenstandes sowie die Abwehr und den Zugriff durch Dritte.

7.6. Das Boot ist beim Anlegen und Ankern fachgerecht gegen das unbeabsichtigte Lösen (z. B. durch Wellengang) oder anderen einwirkenden Umständen zu verhindern. Ferner ist auf den Schutz des Bootes beim Anlegen zu achten und die Berührung von festen Materialen (Steg etc.) mittels des Einsatzes von Fendern entsprechend abzuwehren.

7.7. Der Charterer hat schnellstmöglich alle Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz des Bootes und seiner Mitfahrer bei starkem Wind und aufkommendem Unwetter zu treffen. Im Einzelfall ist ein sicherer Liegeplatz (Hafen) aufzusuchen und das Boot zu verlassen.

7.8. Bei Sichtweisen unter 500 Meter und nachts ist die Beleuchtung des Bootes einzuschalten. Boote ohne Beleuchtung sind dann rechtzeitig zum Zeitpunkt der Wetterlage dem Liegeplatz des Vermieters zuzuführen.

8. RESERVIERUNG / STORNIERUNG

8.1. Die Mietsachen können im Voraus reserviert werden und sind vor Ort mit einer Anzahlung von 50% des Mietpreises für den reservierten Zeitraum verbunden. Bei bestätigten Onlinereservierungen wird eine Anzahlung auf dem elektronischem Weg mitgeteilt. Kurzzeitreservierungen von Tretbooten und Kanadier bleiben hiervon unberührt.

8.2. Tritt der Mieter von der Reservierung zurück und die Mietsache kann kurzfristig nicht anderweitig vermietet werden, behält sich der Vermieter vor, die Anzahlung als Schadensersatz einzubehalten. Als kurzfristig wird eine Stornierung von fünf Tagen vor Mietbeginn bezeichnet.

9. GRUNDSÄTZLICHES VERHALTEN IM FAHRBETRIEB

9.1. Der andere Bootsfahrer hat grundsätzlich Vorfahrt, in der Regel handelt es sich um die Berufsschifffahrt, Fähren, Boote kleinerer Bauart ohne Motor, Behörden- und Dienstfahrzuge, Segelboote, Kanu, Tretboote, etc..

9.2. Beachtung der „rechts vor links“ Regel bei gleichrangigen Booten

9.3. Notfalls zur Vermeidung eines Zusammenstoßes das rechtzeitiges Ausweichen mittels eines deutlich erkennbaren anderen Kurses.

9.4. Das Ankern oder Festmachen am Steg ist grundsätzlich nur an den gekennzeichneten Stellen zulässig (keine Bäume, Bojen etc.).

9.5. Wichtige Hinweisschilder für Bootsführer mit Verbotsinhalten: Schiffsschraube mit Querstrich: die Durchfahrt für Motorboote ist NICHT erlaubt – Anker mit Querstrich: das Ankern ist NICHT erlaubt – Poller mit Querstrich: das Anlegen ist NICHT erlaubt – Wellenlinie doppelt: Vermeidung von Sog und Wellenschlag.

9.6. Badevorgänge vom Boot aus sind nur mit ausgeschaltetem Motor gestattet.

10. SALVATORISCHE KLAUSEL

10.1. Sollten eine oder mehrere Bestimmungen dieser Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen nicht. Die unwirksame Regelung ist durch eine Wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen und rechtlichen Willen der Vertragsparteien am nächsten kommt.

11. ANERKENNUNG DER AGB

11.1. Mit der Unterschrift der Charterliste und Verleihliste werden die Nutzungsordnung sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen anerkannt.

12. SCHLUSSBESTIMMUNG / GERICHTSTAND

12.1. Vertragsänderungen bedürfen der Schriftform, mündliche Nebenabreden werden nicht getroffen.

12.2. Es gilt deutsches Recht, der Gerichtsstand und der Erfüllungsort ist Fürstenberg/ Havel

Bootsvermietung Fürstenberg/Havel
Stand: 07/2019